
Er leitet gemeinsam mit seiner Frau Kaja Dymnicki das Bronski & Grünberg-Theater in Wien, er war Anfang der 2000er-Jahre der „Kommissar Rex“, hat eine Romy zu Hause stehen und war neben Intendant Christian Dolezal dafür verantwortlich, dass der Haager Theatersommer im letzten Jahr (gespielt wurde die Shakespeare-Komödie „Was ihr wollt“) zu einem großen Erfolg wurde: Alexander Pschill. Wichtig ist den beiden Künstlern, die Arbeitsweise aus dem letzten Jahr – historische Stoffe frisch aufzubereiten und den heutigen Seh- und Hörgewohnheiten anzupassen – auch in diesem Jahr weiter zu verfolgen.
Im Interview erzählt Alexander Pschill, welche Ideen er für “Maß für Maß” hat.
Was hat dich besonders an „Maß für Maß“ gereizt?
Pschill: Das kann ich ganz genau erklären. Das war vor allem meine Frau, die Kaja, die gemeint hat: lass uns doch Maß für Maß machen! Das ist nicht nur eine typische Shakespeare-Komödie wo gerumpelt wird und gesoffen wird und gepoltert wird, was wir ja auch sehr mögen und letzten Sommer sehr ausgekostet haben. Es ist auch ein Thriller. Oder sogar eine Art Western. Es gibt einen neuen Sheriff in dieser Stadt, der andere Saiten aufziehen wird. Das klingt jetzt vielleicht politisch aktuell, könnte man meinen. Und das soll auch bissi so sein.
Ein bißchen ein unliebsamer Sheriff?
Ein bisserl ein grantiger Sheriff, hat man das Gefühl. Ein etwas verzwickter. Aber es ist nicht nur aktuell sondern es wird auch sehr komisch. So kann ich mir das vorstellen.
Gemeinsam mit deiner Frau Kaja, bildest du ja nicht nur ein Regie-Team sondern ihr macht auch gemeinsam die Ausstattung. Habt ihr euch zum Bühnenbild schon etwas vorgestellt, denn das war ja im letzten Jahr sehr einfallsreich, sehr detailreich?
Ja, absolut, Wenn es letzten Sommer sehr verspielt und magisch und lieblich war so wird es heuer verspielt und verwegen. Also, es soll ein bißchen gefährlicher sein. So bißchen wie ein Dschungel-Abenteuer-Spielplatz mit wackeligen Hängebrücken und so. Gefährlich ein bißchen - aber gefährlich auf eine lustige Art und Weise.
Was dürfen wir uns vom Ensemble erwarten?
Pschill: Das Ensemble ist der Star – und “Maß für Maß” wird wieder ein Ensemble-Stück; daher sind auch wieder viele vom letztjährigen Ensemble diesen Sommer dabei. Und ich freue mich auf jene, die heuer zum ersten Mal in Haag dabei sind.
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